Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2. Quartal 2016

Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2016 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.[1]) um 2,3 % auf 11.833 Mio. € (nominal[2]: −1,4 %). Davon entfielen 1.177 Mio. € auf Deutschland.

Bei Pharmaceuticals erhöhte sich der wpb. Umsatz um erfreuliche 8,4 % auf 4.104 Mio. €. Unsere neueren Produkte verzeichneten hierbei erneut eine starke Geschäftsentwicklung. Auch Consumer Health konnte den Umsatz wpb. um 4,0 % auf 1.553 Mio. € ausweiten. Bei Crop Science lag der Umsatz trotz eines schwachen Marktumfelds auf dem Niveau des Vorjahresquartals (wpb. +0,4 %; 2.518 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health erhöhte sich wpb. um 4,2 % auf 426 Mio. €. Insgesamt belief sich der Umsatz der Life-Science-Bereiche auf 8.858 Mio. € (wpb. +4,6 %). Der Umsatz von Covestro sank wpb. um 3,9 % auf 2.975 Mio. €.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich trotz negativer Währungseinflüsse von 90 Mio. €, Dissynergien aus dem Covestro-IPO sowie dem Verkauf von Diabetes Care um 5,7 % auf 3.054 Mio. €.

Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,3 % auf 1.352 Mio. €, maßgeblich durch die weiterhin sehr gute Geschäftsentwicklung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 9,4 % auf 328 Mio. €. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten die höheren Marketinginvestitionen sowie Allokations- und Währungsbelastungen nicht kompensieren. Bei Crop Science ging das EBITDA vor Sondereinflüssen aufgrund des unverändert schwachen Marktumfeldes um 8,2 % auf 663 Mio. € zurück. Animal Health verzeichnete einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 16,7 % auf 100 Mio. €, unter anderem bedingt durch höhere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb. Insgesamt verzeichneten die Life-Science-Bereiche ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2.511 Mio. € (+5,4 %). Covestro erhöhte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 7,3 % auf 543 Mio. €. Das Ergebnis der Überleitung stieg kräftig gegenüber dem Vorjahresquartal, im Wesentlichen aufgrund der Veränderung von Rückstellungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung.

Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg um 17,3 % auf 2.138 Mio. € (Vorjahr: 1.823 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 104 Mio. € (Vorjahr: 255 Mio. €), die im Wesentlichen Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 46 Mio. €, Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 29 Mio. € sowie Aufwendungen in Verbindung mit der Neuausrichtung des Konzerns in Höhe von 21 Mio. € betrafen. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 7,9 % auf 2.242 Mio. € (Vorjahr: 2.078 Mio. €).

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –314 Mio. € (Vorjahr: –287 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.824 Mio. € (Vorjahr: 1.536 Mio. €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 431 Mio. € (Vorjahr: 390 Mio. €) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2016 ein Konzernergebnis von 1.380 Mio. € (Vorjahr: 1.164 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (gesamt) betrug 1,67 € (Vorjahr: 1,40 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg auf 2,07 € (Vorjahr: 1,99 €).

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft des 2. Quartals 2016 stieg deutlich um 9,3 % auf 2.366 Mio. € (Vorjahr: 2.165 Mio. €). Der Netto-Cashflow (gesamt) konnte trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital insgesamt leicht um 1,2 % auf 1.982 Mio. € (Vorjahr: 1.959 Mio. €) erhöht werden. Im 2. Quartal 2016 zahlten wir Ertragsteuern in Höhe von 659 Mio. € (Vorjahr: 352 Mio. €).

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich um 1,5 Mrd. € von 16,3 Mrd. € am 31. März 2016 auf 17,8 Mrd. € am 30. Juni 2016. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 13,3 Mrd. € auf 13,8 Mrd. €, vor allem aufgrund von gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland, Großbritannien und den USA.

Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns verringerte sich zum 30. Juni 2016 gegenüber dem 30. Juni 2015 um 1,7 % auf 115.576 Mitarbeiter (Vorjahr: 117.534 Mitarbeiter). Der Personalaufwand stieg im gleichen Zeitraum um 1,7 % auf 2.789 Mio. € (Vorjahr: 2.743 Mio. €).

1. Halbjahr 2016

Der Konzernumsatz erhöhte sich im 1. Halbjahr 2016 wpb. um 2,8 % auf 23.687 Mio. € (nominal −0,5 %); dazu trugen die Life-Science-Bereiche mit einer Steigerung von wpb. 5,3 % auf 17.862 Mio. € bei.

Pharmaceuticals erzielte deutliche Umsatzsteigerungen von wpb. 10,2 % auf 7.993 Mio. €. Den Umsatz von Consumer Health verbesserten wir wpb. um 3,1 % auf 3.073 Mio. €. Crop Science konnte das Geschäft trotz des schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau halten (wpb. +0,8 %; 5.454 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health erhöhte sich um wpb. 6,4 % auf 834 Mio. €. Bei Covestro sank der Umsatz wpb. um 4,3 % auf 5.825 Mio. €.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 10,9 % auf 6.441 Mio. € (Vorjahr: 5.810 Mio. €). Die gute Geschäftsentwicklung insbesondere bei den Life-Science-Bereichen ging einher mit hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte von etwa –150 Mio. € aus. Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 14,7 % auf 2.613 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 2,7 % auf 711 Mio. € zurück. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten Marketinginvestitionen sowie Allokations- und Währungsbelastungen nicht kompensieren. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science (+0,5 %; 1.752 Mio. €) sowie von Animal Health (0,0 %; 222 Mio. €) blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt erzielten die Life-Science-Bereiche eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 10,5 % auf 5.394 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro stieg deutlich um +12,6 % auf 1.047 Mio. €.

Das EBIT des Bayer-Konzerns erhöhte sich kräftig um 18,9 % auf 4.458 Mio. € (Vorjahr: 3.748 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich in Summe auf 376 Mio. € (Vorjahr: 499 Mio. €). Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 13,8 % auf 4.834 Mio. € (Vorjahr: 4.247 Mio. €).

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –629 Mio. € (Vorjahr: –561 Mio. €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.829 Mio. € (Vorjahr: 3.187 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von –260 Mio. € (Vorjahr: –288 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 143 Mio. € (Vorjahr: 148 Mio. €) sowie Kurssicherungskosten in Höhe von 177 Mio. € (Vorjahr: 122 Mio. €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 905 Mio. € (Vorjahr: 759 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 2.924 Mio. € (Vorjahr: 2.428 Mio. €).

Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.891 Mio. € (Vorjahr: 2.498 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 3,50 € (Vorjahr: 3,02 €) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft auf 4,42 € (Vorjahr: 4,05 €).

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft stieg um 18,5 % auf 4.930 Mio. € (Vorjahr: 4.162 Mio. €). Trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital stieg der Netto-Cashflow (gesamt), vor allem durch den Zufluss aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts, um 23,1 % auf 3.304 Mio. € (Vorjahr: 2.683 Mio. €). Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 1.208 Mio. € (Vorjahr: 796 Mio. €) enthalten. Die Nettofinanzverschuldung stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (17,4 Mrd. €) um 0,4 Mrd. € auf 17,8 Mrd. € zum 30. Juni 2016. Die Nettopensionsverpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von 10,8 Mrd. € auf 13,8 Mrd. €, insbesondere aufgrund gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.

[1] Die währungs- und portfoliobereinigte Umsatzveränderung zeigt die prozentuale Veränderung der Umsatzerlöse ohne den Einfluss von Wechselkurseffekten sowie den für die jeweilige Geschäftseinheit wesentlichen Akquisitionen und Desinvestitionen. Bei den Wechselkurs­effekten wird grundsätzlich die im jeweiligen Land gültige funktionale Währung zur Berechnung herangezogen. Davon abweichend wird in Brasilien und Argentinien, hauptsächlich bei Crop Protection, eine geschäftsbedingte Anpassung der jeweiligen funktionalen Währung an den USD vorgenommen.

[2] Die (nominale) Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl, die eine prozentuale Veränderung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr darstellt.