Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen

Das EBIT (Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis), das nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert ist, wird durch Sondereffekte sowie durch Abschreibungen und Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beeinflusst. Um die Auswirkungen dieser Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit zu beleuchten und die Vergleichbarkeit der operativen Ertragskraft im Zeitablauf zu ermöglichen, ermitteln wir zusätzliche Kennzahlen – EBITDA, EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen sowie EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen – die ebenfalls nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind.

Überleitung Sondereinflüsse

 

 

EBIT Q2 2015

EBIT Q2 2016

 

EBIT H1 2015

EBIT H1 2016

 

EBITDA Q2 2015

EBITDA Q2 2016

 

EBITDA H1 2015

EBITDA H1 2016

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Vorjahreswerte angepasst

Vor Sondereinflüssen

 

2.078

2.242

 

4.247

4.834

 

2.888

3.054

 

5.810

6.441

Pharmaceuticals

 

–78

–11

 

–102

–242

 

–74

–10

 

–98

–10

Restrukturierung

 

–26

–10

 

–35

–12

 

–22

–9

 

–31

–11

Rechtsfälle

 

–1

–1

 

–14

1

 

–1

–1

 

–14

1

Integrationskosten

 

 

–2

 

 

–2

Außerplanmäßige Abwertungen / Aufwertungen

 

 

–231

 

 

Desinvestitionen

 

3

 

3

 

3

 

3

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

–54

 

–54

 

–54

 

–54

Consumer Health

 

–61

–32

 

–150

–64

 

–61

–31

 

–150

–50

Restrukturierung

 

–3

 

–17

 

–2

 

–3

Integrationskosten

 

–55

–29

 

–144

–47

 

–55

–29

 

–144

–47

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

–6

 

–6

 

–6

 

–6

Crop Science

 

–28

–30

 

–75

–33

 

–28

–30

 

–70

–33

Restrukturierung

 

–28

 

–28

 

–28

 

–28

Rechtsfälle

 

–17

–2

 

–18

–5

 

–17

–2

 

–18

–5

Desinvestitionen

 

 

–46

 

 

–41

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

–11

 

–11

 

–11

 

–11

Animal Health

 

–6

 

–38

–1

 

–7

 

–17

–1

Restrukturierung

 

–6

 

–38

–1

 

–7

 

–17

–1

Überleitung

 

–23

–31

 

–33

–36

 

–23

–31

 

–33

–36

Restrukturierung

 

–22

–26

 

–32

–31

 

–22

–26

 

–32

–31

Rechtsfälle

 

–5

 

–5

 

–5

 

–5

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

–1

 

–1

 

–1

 

–1

Summe Sondereinflüsse Life Sciences

 

–196

–104

 

–398

–376

 

–193

–102

 

–368

–130

Covestro

 

–59

 

–101

 

–58

 

–79

Restrukturierung

 

–57

 

–99

 

–56

 

–77

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

–2

 

–2

 

–2

 

–2

Summe Sondereinflüsse

 

–255

–104

 

–499

–376

 

–251

–102

 

–447

–130

davon Herstellungskosten

 

–51

–16

 

–237

–199

 

–48

–14

 

–191

–22

davon Vertriebskosten

 

–45

–30

 

–71

–71

 

–46

–30

 

–67

–35

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

 

–9

–18

 

–11

–53

 

–7

–18

 

–9

–20

davon Allgemeine Verwaltungskosten

 

–43

–31

 

–63

–44

 

–43

–31

 

–63

–44

davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

–107

–9

 

–117

–9

 

–107

–9

 

–117

–9

Nach Sondereinflüssen

 

1.823

2.138

 

3.748

4.458

 

2.637

2.952

 

5.363

6.311

  • Das EBITDA (EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen) dient der Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit ohne Einfluss von Abschreibungen und Wertaufholungen.
  • Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen zeigen die Entwicklung des operativen Ergebnisses ohne den Einfluss von Sondereinflüssen, d. h. für die Steuerung des Konzerns in ihrer Art und Höhe besonderer Effekte. Hierzu zählen u. a. Rechtsfälle, Restrukturierungen, Integrationskosten oder außerplanmäßige Abwertungen bzw. Aufwertungen. Bei der Berechnung dieser Kennzahlen werden EBIT und EBITDA jeweils um Sonderaufwendungen erhöht und um Sondererträge reduziert. EBIT vor Sondereinflüssen und EBITDA vor Sondereinflüssen gelten als steuerungsrelevante Kennzahlen für Bayer.
  • Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen – die sich aus der Division des EBITDA vor Sondereinflüssen durch die Umsatzerlöse ergibt – dient als relative Kennzahl zum internen und externen Vergleich der operativen Ertragskraft.

Die Abschreibungen lagen im 2. Quartal 2016 mit 814 Mio. € auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 814 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 447 Mio. € (Vorjahr: 446 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 367 Mio. € (Vorjahr: 368 Mio. €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) enthalten. Es fielen keine Sondereinflüsse an (Vorjahr: 4 Mio. €).

Die Abschreibungen stiegen im 1. Halbjahr 2016 um 14,7 % auf 1.853 Mio. € (Vorjahr: 1.615 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 1.114 Mio. € (Vorjahr: 870 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 739 Mio. € (Vorjahr: 745 Mio. €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 298 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) enthalten, von denen 244 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) als Sondereinflüsse erfasst wurden.